Symptom · geprüft 13.9.2026 · Gerät ausschalten

Spülmaschine reinigen: Sieb, Sprüharme und Innenraum

Reinigen Sie Ihre Spülmaschine zuerst von Hand an Sieb, Sprüharmen und Türkanten; danach folgt ein leerer Reinigungslauf mit einem geeigneten Maschinenreiniger. Ein heißes Programm allein entfernt weder eingeklemmte Speisereste aus dem Filter noch Schmutz an den Rändern der Tür zuverlässig.

Speisereste am Sieb im Boden einer offenen Spülmaschine; Detailansicht des verschmutzten Filters
Symbolbild: Am Boden unter dem Unterkorb sitzt bei vielen Geräten das Siebsystem. Speisereste dort zuerst entfernen; Bauform und Verriegelung unterscheiden sich je nach Modell.

Was braucht Ihre Spülmaschine gerade?

Schauen Sie sich den leeren Innenraum an, bevor Sie ein Mittel einfüllen. Nicht jeder Belag verlangt dieselbe Behandlung.

Beobachtung Sinnvoller erster Schritt
Essensreste oder schmieriger Film im Sieb Siebsystem ausbauen und unter fließendem Wasser reinigen.
Krümel auf dem Geschirr, sichtbare Teilchen in den Düsen Sieb und Sprüharme kontrollieren; anschließend die freie Drehung prüfen.
Geruch beim Öffnen, Schmutz unten an der Tür Türkanten, Dichtung und Sieb von Hand säubern, dann Maschinenpflege durchführen.
Fettiger Belag im Innenraum Nach der Handreinigung einen für Geschirrspüler vorgesehenen Maschinenreiniger verwenden.
Harter weißlicher Belag Nicht sofort mehr Reiniger dosieren: Wasserhärteeinstellung und Salzversorgung prüfen. Für bestätigte Kalkablagerungen braucht es ein geeignetes Entkalkungsmittel.
Wasser bleibt flächig über dem Sieb stehen Nicht mit weiteren Reinigern experimentieren. Erst klären, warum das Gerät nicht abpumpt.

Weiße Spuren auf Gläsern allein beweisen keine Verkalkung des Geräts. Auch Reinigerreste oder eine unpassende Einstellung können ähnlich aussehen. Reinigen und Entkalken sind deshalb keine austauschbaren Maßnahmen.

Vorbereiten: leer, abgekühlt und stromlos

Lassen Sie ein laufendes Programm regulär enden und die Maschine abkühlen. Räumen Sie das Geschirr aus. Vor dem Herausnehmen von Sieb und Sprüharmen das Gerät ausschalten und den Netzstecker ziehen. Ist der Anschluss eines Einbaugeräts nicht zugänglich, schalten Sie den eindeutig zugeordneten Stromkreis ab. Ziehen Sie das Gerät nicht für diese Reinigung aus der Küchenzeile.

Legen Sie ein weiches Tuch, eine Schüssel und Handschuhe bereit. Im Sieb können Glassplitter stecken: nicht blind hineingreifen. Eine weiche kleine Bürste kommt nur infrage, wenn die Anleitung sie für das betreffende Sieb zulässt. Scheuerschwämme und Drahtbürsten bleiben weg.

Die folgenden Schritte betreffen zugängliche Pflegeteile. Wie sich ein Filter entriegelt oder ein Sprüharm löst, steht in der Anleitung Ihres Modells. Nicht hebeln und keine Gehäuseteile abschrauben, wenn ein Teil anders befestigt ist als hier beschrieben.

1. Sieb reinigen und wieder richtig verriegeln

Ziehen Sie den Unterkorb heraus. Das Siebsystem sitzt bei vielen Geräten im Boden des Spülraums und besteht aus einem zylindrischen Filter und einem flachen Sieb darum herum.

  1. Sehen Sie sich die Stellung des Griffs und vorhandene Markierungen an. Ein Foto erleichtert später die Kontrolle.
  2. Entriegeln Sie das Siebsystem nach Anleitung und heben Sie es vorsichtig heraus. Bei der von Bosch beschriebenen Bauform wird der Zylinder gedreht; diese Drehrichtung nicht ungeprüft auf andere Geräte übertragen.
  3. Trennen Sie nur die Teile, die sich laut Anleitung zur Reinigung auseinandernehmen lassen. Entfernen Sie grobe Speisereste, ohne sie in die offene Filteraufnahme zu schieben.
  4. Spülen Sie die Siebe unter fließendem Wasser aus. Reinigen Sie erlaubte Bürstenbereiche mit wenig Druck. Nicht mit einem spitzen Gegenstand durch das feine Gewebe stoßen.
  5. Kontrollieren Sie das Gewebe gegen das Licht: Sind die Maschen frei? Gibt es Risse oder beschädigte Ränder? Ein beschädigtes Sieb wird nicht durch gründlicheres Schrubben wieder brauchbar.
  6. Setzen Sie alle Siebteile zusammen und verriegeln Sie die Einheit vollständig. Bei der Bosch-Bauform müssen die Markierungspfeile anschließend zueinander zeigen.

Die Maschine niemals ohne vollständig eingesetztes Siebsystem laufen lassen. Liegt der Filter schief oder lässt er sich nicht verriegeln, nehmen Sie ihn noch einmal heraus und prüfen Sitz und Reihenfolge. Den Reinigungslauf erst starten, wenn alles korrekt sitzt.

Ein kleiner Wasserrest tief in der Filteraufnahme ist nicht automatisch eine Störung. Entscheidend ist, ob nach dem regulären Programm ungewöhnlich viel Wasser im Spülraum stehen bleibt. Für die normale Pflege müssen Sie weder in die Pumpe greifen noch eine Pumpenabdeckung öffnen.

2. Sprüharme prüfen: Düsen frei, Arme beweglich

Drehen Sie die zugänglichen Sprüharme vorsichtig von Hand und betrachten Sie die Austrittsöffnungen. Ein Kern oder ein kleines Stück Speiserest kann den Wasserstrahl behindern, auch wenn der übrige Innenraum sauber aussieht.

Nehmen Sie einen Arm nur nach der Modellanleitung ab. Bei dem von Bosch beschriebenen Aufbau wird der obere Arm abgeschraubt, der untere ausgeclipst. Andere Geräte haben zusätzliche Halterungen oder anders aufgebaute Sprühsysteme.

Spülen Sie den abgenommenen Arm durch. Für die von Bosch beschriebenen Düsen ist ein Holz-Zahnstocher vorgesehen: sichtbare Teilchen vorsichtig lösen, nicht tief hineindrücken und die Öffnung nicht aufweiten. Anschließend erneut durchspülen, damit gelöster Schmutz aus dem Arm herauskommt. Ein Metallbohrer oder eine Nadel ist dafür kein Ersatz.

Befestigen Sie jeden Arm wieder vollständig. Prüfen Sie seine freie Drehung zunächst bei leerem Gerät und später nochmals mit eingeschobenen, beladenen Körben. Ein hoher Teller oder ein herunterhängender Besteckgriff kann einen sauberen Sprüharm genauso blockieren wie eine falsche Montage.

3. Türkanten, Dichtung und Körbe abwischen

Der Spülstrahl erreicht nicht jede Kante. Besonders die untere Türkante und die Übergänge zwischen Tür und Innenraum verdienen einen Blick, wenn es beim Öffnen unangenehm riecht.

Reicht Wasser für einen Belag nicht aus, verwenden Sie ein für diese Oberfläche laut Geräteanleitung geeignetes Mittel. Risse in der Dichtung oder abgeplatzte Korbbeschichtungen lassen sich nicht wegputzen; bearbeiten Sie solche Stellen nicht mit Scheuermitteln.

4. Den passenden Reinigungslauf wählen

Erst wenn Sieb und Sprüharme wieder korrekt eingebaut sind, schließen Sie die Maschine wieder an die Stromversorgung an. Prüfen Sie vor dem Start, dass kein Tuch oder Werkzeug im Innenraum liegt.

Maschinenreiniger ist nicht dasselbe wie ein gewöhnlicher Geschirrspültab. Ein Maschinenreiniger ist für Ablagerungen im Gerät vorgesehen. Ein Entkalker richtet sich gegen Kalk; Regeneriersalz dient der Wasserenthärtung und ist kein Mittel zum Reinigen eines verschmutzten Innenraums.

Wählen Sie ein ausdrücklich für Geschirrspüler geeignetes Produkt und lesen Sie dessen Anwendung zusammen mit der Geräteanleitung:

Lassen Sie den vorgesehenen Lauf vollständig durchlaufen. Öffnen Sie die Tür danach vorsichtig, weil heißer Dampf austreten kann, und lassen Sie das Gerät vor einer erneuten Kontrolle abkühlen.

Essig, Zitronensäure, Natron oder Spülmittel?

Für einen markenübergreifenden Reinigungslauf ist ein zugelassenes Maschinenpflegeprodukt die klarere Wahl als ein selbst gemischtes Hausmittelrezept. Eine punktuelle Herstellerempfehlung für ein ausgebautes Bauteil ist keine Freigabe, denselben Stoff in beliebiger Menge im ganzen Gerät zu verwenden.

Geben Sie kein Handspülmittel als Reiniger in einen Maschinenlauf: Es ist dafür nicht vorgesehen und kann stark schäumen. Mischen Sie auch keine verschiedenen Reiniger, Entkalker oder Hausmittel. Eine feste Essig- oder Zitronensäuredosis für alle Geräte wäre ohne Modell- und Produktfreigabe nicht belastbar. Bei einem vorhandenen Pflegeprogramm hat dessen Anleitung Vorrang vor Internetrezepten.

Wie oft reinigen – und was hilft dazwischen?

Ein starrer Kalender passt nicht zu jedem Haushalt. Prüfen Sie das Sieb beim Ausräumen auf sichtbare Reste und reinigen Sie es, sobald etwas darin hängen bleibt. Den größeren Pflegegang richten Sie nach der Geräteanleitung, einer vorhandenen Pflegeanzeige und dem Zustand des Innenraums aus. Geruch oder ein sichtbarer Fettfilm sind ein Anlass nachzusehen, nicht nur Duftmittel nachzulegen.

Im Alltag helfen diese Handgriffe:

Ein sparsames Alltagsprogramm muss nicht grundsätzlich ersetzt werden. Es übernimmt nur nicht automatisch die gelegentliche Maschinenpflege.

Nach der Reinigung: Daran erkennen Sie das Ergebnis

Kontrollieren Sie nach dem Abkühlen, ob sich sichtbare Rückstände gelöst haben und ob das Sieb weiterhin richtig sitzt. Beim nächsten normalen Spülgang achten Sie auf das Geschirr: keine neuen Speiseteilchen, frei drehende Sprüharme und ein regulär abgeschlossenes Programm sind aussagekräftiger als der Geruch eines Pflegeprodukts.

Bleibt das Ergebnis schlecht, grenzen Sie es ein:

Tritt Wasser aus, bleibt ungewöhnlich viel Wasser stehen, meldet das Gerät weiter einen Fehler oder riecht es verschmort, ist die normale Pflege beendet. Bei austretendem Wasser den Zulauf schließen; elektrische Anschlüsse im nassen Bereich nicht berühren. Für eine wiederkehrende Störung Modellnummer, Anzeige und die bereits gereinigten Teile notieren und den Kundendienst hinzuziehen.